168   TAFELKLAVIER. VERMUTLICH DEUTSCH. UM 1855.

Herstellungs-Nr. 3917.

Das Gehäuse hat abgerundete Kanten. Der Resonanzboden erstreckt sich über die Tastenhebel hinweg bis zur linken Seite. Zwei Schleierbretter zeigen in der Mitte je eine fünfsaitige Leier.

Die englisch beeinflußte Stoßmechanik mit hölzernen Auslösern enthält einen separaten Hammerstuhl über den Tasten, in dem die Hämmer in Holzkapseln lagern.

Die „Deutsche Dämpfung“ - es ist eine Oberdämpfung im Klapprahmen - wird links mit einer kräftigen Halbbogen-Stahlfeder von oben gegen die Saiten gedrückt.

Klaviatur: F1 - g 4 (75 Töne). Stichmaß 48,2 cm.    Klaviaturbreite 100,7 cm.

Besaitung: Durchgehend zweichörig. F1 - C  umsponnen.

Abmessungen: 165 cm breit x 88 cm tief.

Gewicht: 70 kg

Bilder und weitere Angaben zum Instrument findet man in dem Buch: Andreas Beurmann, Das Buch vom Klavier, OLMS-Verlag, 2007, Seite 248.