Sven Hedin in seinem Klepperboot.

 

Originaler Reklamedruck von 1929.

Klepper – Faltboot-Werke, Rosenheim -13. Größte Faltbootwerft der Welt.

 

Journalausschnitt in der Größe 70 x 110 mm.

 

Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand.

 

Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!!

 

100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!!

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Historische Informationen zum Artikel:

 

Sven Anders Hedin KCIE (* 19. Februar 1865 in Stockholm; † 26. November 1952 in Stockholm) war ein schwedischer Geograph, Topograph, Entdeckungsreisender, Fotograf, Reiseschriftsteller und ein Illustrator eigener Werke. In vier Expeditionen nach Zentralasien entdeckte er den Transhimalaya (nach ihm Hedingebirge genannt), die Quellen der Flüsse Brahmaputra, Indus und Sutlej, den See Lop Nor sowie Überreste von Städten, Grabanlagen und der Chinesischen Mauer in den Wüsten des Tarimbeckens. Den Abschluss seines Lebenswerkes bildete die posthume Veröffentlichung seines Central Asia atlas.

 

Der Rosenheimer Schneidermeister Johann Klepper (* 1868; † 1949), der zuvor die elterliche Schneiderei um eine Abteilung für Sportartikel erweitert hatte, erwarb 1907 von Alfred Heurich die Exklusivlizenz für das von Heurich erfundene Faltboot und begann mit der Serienfertigung der Boote. Die erforderliche Produktionsstätte richtete er auf dem Dachboden seines Hauses ein.

1919 gründete Klepper die Johann Klepper & Co. GmbH.

Der Unternehmer Klepper beschränkte sich nicht auf die Herstellung von Faltbooten, sondern produzierte auch eine ganze Anzahl anderer gummierter Artikel wie Gummischuhe und die Kleppermäntel, die er aus einem 1926 entwickelten, mit Gummi imprägnierten Stoff fertigte. Während der Zeit des N. belieferte Klepper auch staatliche Abnehmer. Klepper produzierte spezielle Mäntel für die Wehrmacht und die Reichsbahn.

Einige Zeit warb die Klepper Faltbootwerft mit dem Slogan „Fahre fröhlich in die weite Welt, mit Klepper-Mantel, -Boot und -Zelt“

Als sein Sohn Hans Klepper das Unternehmen 1929 von seinem Vater übernahm, produzierte das Unternehmen täglich bis zu 90 Boote und 1.000 Regenmäntel.

1973 wurde das Unternehmen in die Klepper Bootsbau KG (später Klepper Faltbootwerft) und die Klepper Bekleidungsfabrik KG (später Klepper Sportswear) geteilt.

Mit dem Verschwinden des gummierten Mantelstoffs in den 1970er-Jahren verschwand der Klepper-Mantel allmählich aus dem Straßenbild. Der letzte Klepper-Mantel wurde 1988 hergestellt.

Die Geschichte des Kleppermantels beginnt im Jahr 1920. Der Rosenheimer Schneidermeister Johann Klepper entwickelte einen absolut wasserdichten, gummibeschichteten Baumwollmantel. Ein besonderes Streichverfahren der Gummischicht sorgte für die Wasserundurchlässigkeit und garantierte zudem eine hohe Reiß- und Reibefähigkeit. Dank eines speziellen Ventilationssystems war der Mantel gleichzeitig luftdurchlässig. Mit seiner Erfindung, die nur 780 Gramm wog, präsentierte Johann Klepper seinen Zeitgenossen ein federleichtes Kleidungsstück, das sich bequem in einem kleinen Beutel zusammenrollen ließ. So war der dunkelgraue Mantel mit den gleichfarbig polierten Knöpfen stets schnell zur Hand.

Kleppers praktisches Kleidungsstück überzeugte auch die nachfolgenden Generationen und wurde daher bis 1969 in verschiedenen Modellformen gefertigt. Dazu zählte die „Rillo-Lüftung“ ebenso wie das „Atmos-Futter“ − beide wurden 1949 patentiert. Auch das Material des Mantels wandelte sich im Laufe der Zeit. 1967 kam erstmals ein Spezialgewebe namens „Ridi-lac“ zum Einsatz. Seine doppelseitige Lackbeschichtung und eine Silikonimprägnierung sorgten für die wasserabweisende Oberfläche. Bis 1969 wurde der Kleppermantel als „Evergreen“ weiterentwickelt und variiert.

Zwischen 1979 und 1988 erfreute sich der wetterfeste Mantel erneut großer Beliebtheit. Eine Renaissance in limitierter Auflage erlebte außerdem das Modell mit „Rillo-Lüftung“ im Jahre 1997.

Heute ist der Kleppermantel fast völlig aus dem Straßenbild verschwunden, ist aber in der BDSM-Szene ein weit verbreiteter Fetisch.

(Aus wikipedia).

 

Die Klepper Faltbootwerft ist der älteste Faltboot-Hersteller der Welt. Sie trägt den Namen ihres Gründers Johann Klepper. Firmensitz ist das oberbayerische Rosenheim. Seit 1907 baut Klepper Faltboote.

Geschichte

Johann Klepper war einer der ersten, der in Deutschland moderne Falt-Kajaks produzierte. 1907 erwarb er von Alfred Heurich die Exklusivlizenz für die Produktion von Heurichs Faltboot-Konstruktion und begann mit der Serienproduktion von Booten auf dem Dachboden der elterlichen Schneiderei.

Im Jahre 1919 gründete er die Johann Klepper & Co. GmbH.

Neben den Faltbooten produzierte Klepper auch eine Anzahl anderer gummierter Artikel wie Gummischuhe und die Klepper-Mäntel, die er aus einem 1926 entwickelten, mit Gummi imprägnierten Stoff fertigte. Als Hans Klepper das Unternehmen 1929 von seinem Vater übernahm, produzierte das Unternehmen täglich bis zu 90 Boote und 1.000 Regenmäntel.

Während des Dritten Reiches belieferte Klepper auch staatliche Abnehmer. Neben Wehrmacht und der Reichsbahn trug auch die Gestapo Mäntel von Klepper, was diesen im Volksmund die Bezeichnung Gestapo-Mantel einbrachte. Einige Zeit warben die Klepper-Werke mit dem Slogan „Fahre fröhlich in die weite Welt, mit Klepper-Mantel, -Boot und -Zelt“.

1973 wurde das Unternehmen in die Klepper Bootsbau KG und die Klepper Bekleidungsfabrik KG, geteilt. Heutzutage produziert die Klepper Faltbootwerft AG nur noch Faltkajaks und einige Modelle des Klepper-Zeltes.

Im Jahre 1978 stellten die Klepper-Werke die Produktion der Faltboote ein. Hermann Siegesmund Walther gründete 1981 nach einer Übergangszeit die Klepper Faltbootwerft H.S. Walther GmbH und baut die Faltboote in Lizenz. 1999 wurde daraus die Klepper Faltbootwerft AG.

Bei einem Großbrand im Oktober 1995 wurde, außer der Produktionsstätte selbst, auch das werkseigene Museum und nahezu alle Ersatzteile und Unterlagen vernichtet. Danach mussten erst einmal wieder alle Schnittmuster beschafft werden.

Heute fertigt die Klepper Faltbootwerft AG jährlich ca. 400 - 700 Faltboote.

Aktuelle Modelle

Das Programm von Klepper umfasst heute eine Vielzahl von Faltkajaks in verschiedenen Größen und Farben für den Einsatz unter Freizeit- wie Expeditionsbedingungen:

Einsitzer: Tramp, Classic I, Expedition I, Sprint, Smartline

Zweisitzer: Classic II, Expedition II, Quattro II

Zwei- Dreisitzer: Expedition II+, Quattro II+

Viersitzer: Expedition XXL

Ein aktuelles Modell der Klepper Faltbootflotte besteht aus einem Gerüst aus mehrfachverleimten Birkensperrholz- und Eschenholzteilen, die durch ein patentiertes Steck- und Schnappsystem aus speziell gehärtetem und eloxiertem Aluminium - ohne jedes Werkzeug - miteinander verbunden werden. Das zweite an einem original Klepper Faltboot ist die Bootshaut, die aus einer Oberseite aus speziellem, wasserdicht gewebten und imprägnierten Baumwollstoff gefertigt wird und der Unterseite, die aus CSM, einem Kautschuk, der sehr robust und widerstandsfähig ist.

Des Weiteren sind viele der Boote besegelungsfähig. Vom Einsitzer bis zum Zweisitzer sind Segel von bis zu 5 m² Fläche. Zu wählen ist zwischen einem Treibsegel "Pacific", dem Vollsegel "S2" (ohne Gaffel) und dem Vollsegel "S3" (mit Gaffel). Außerdem gibt es noch eine weitere Form des Treibsegels. Zusätzlich zu den Booten stellt die Klepper Faltbootwerft alles rund ums Faltboot her. Von allen Ersatzteilen über Komfortausstattung zu Paddeln und Steueranlagen.

Sonderformen

Für den Zweisitzer kann man seit 2008 zwischen Holz- und Carbongerüst sowie zwischen klassischer Hypalon- oder neuer TPU-Haut wählen. Das Carbongerüst ist von der Funktion identisch mit dem aus Holz, allerdings um ca. 40 % leichter. Die neue Haut aus TPU-Materialien bringt gegenüber der aus Hypalon noch einmal eine Gewichtsersparnis von ca. 50 %. Mit Carbongerüst und einer Haut aus TPU-Material wiegt der Aerius Expedition II ca. 20 kg und ist damit das leichteste Zweisitzer-Faltboot seiner Klasse.

(Aus wikipedia).

 

Ein Faltboot ist ein zerlegbares Boot, welches im Wesentlichen aus einer flexiblen Bootshaut und einem zerlegbaren Innengerüst besteht. Die Bootshaut wird aus Gummi, PVC, TPU oder Hypalon für das Unterschiff und einem Textil – beispielsweise Baumwolle oder ein moderner Verbundwerkstoff (Laminat) – für das Verdeck gefertigt. Das Bootsgerüst besteht meist aus Holz – zum Beispiel Esche und Birkensperrholz – oder Aluminium und Kunststoff.

Als Antriebshilfe wurden spezielle Faltbootmotoren entwickelt.

Bei den gängigen Faltbootmodellen handelt es sich meistens um Kanus. Diese sind vor allem Kajaks, seltener sind Faltkanadier zu sehen. Vereinzelt trifft man auch auf Ruderboote, Jollen sowie Dingis. Eine spezielle Variante namens Banana-Boot besteht aus zusammenklappbaren Kunststoffplatten.

Obwohl die meisten aufblasbaren Boote sich auch zusammenfalten lassen, werden diese üblicherweise als Schlauchboote oder Luftboote und nicht als Faltboote bezeichnet.

Auch das in Einzelteile zerlegbare und so transportable Kofferboot ist kein Faltboot im engeren Sinne.

Geschichte

Schon 500 v. Chr. wurden mit „Faltbooten“ Waren von Armenien nach Babylon transportiert. Die Bootshäute wurden von mitgeführten Eseln wieder zurückgetragen. (Herodot)

Die Unangan, Ureinwohner der Aleuten, verwenden seit alter Zeit nicht zerlegbare Kajaks mit Gerüsten aus Treibholz, Knochen und einer Bespannung aus Tierhäuten. Mit diesen Baidarkas gehen sie auf die Jagd nach Seelöwen. Von Größe und Form können sie am ehesten als Urahnen der modernen Faltboote gelten.

Ein Vorläufer des modernen Faltbootes wurde für Andrées Polarexpedition von 1897 gebaut, und ist heute noch im Polarmuseum in Gränna/Schweden zu besichtigen.

Das erste moderne Faltboot baute 1905 der Architekturstudent Alfred Heurich in Form eines Faltkajaks. Er fuhr damit erstmals auf der Isar von Bad Tölz nach München; bis zu seinem Tode legte er über 100.000 km mit Faltbooten zurück. Der Sportartikelhändler Johann Klepper aus Rosenheim lizenzierte 1907 Heurichs Konstruktion und begann die Serienfertigung.

Das Faltbootfahren entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Massenvergnügen. Die Deutsche Reichsbahn setzte in den 1920er Jahren sogar Sonderzüge für Faltbootfahrer ein, die am Wochenende in großen Scharen zum Wasserwandern die Flüsse und Seen eroberten, und in den 1930 Jahren brachten Folbot trains Paddler von New York zu guten Einsatzstellen entlang des Hudson Rivers. Sogar an den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin nahmen Faltboote teil. In dieser Zeit verbreitete sich die Idee des Faltbootes von Deutschland aus auch in das übrige Europa und nach Nordamerika sowie Japan, erreichte jedoch nie die gleiche Verbreitung wie in Deutschland.

Die Popularität sank während des Zweiten Weltkriegs und erreichte das Vorkriegsniveau danach nicht mehr. Durch die aufkommende Motorisierung ab den 1950er Jahren konnten die steifen, nichtzerlegbaren Kunststoffkajaks auf den Autos transportiert werden, was zu starken Rückgängen der Faltboote führte. Dennoch waren Faltboote noch bis in die 1970er Jahre auf deutschen Gewässern häufig zu sehende Fahrzeuge, danach seltener. In der DDR und Osteuropa erfreuten sich, aufgrund der besonderen Bedeutung von Camping und eingeschränkter Reisemöglichkeiten, die Faltboote von Pouch und MTW bis zum Schluss größter Beliebtheit, obwohl diese relativ teuer und schwer zu beschaffen waren.

Inzwischen gibt es eine kleine Renaissance, so wurden z. B. 2004 europaweit etwa 4.000 Faltboote verkauft. In Mitteleuropa erhältliche Faltboote stammen meist aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Polen, Russland, den USA, Kanada oder Japan.

Vor- und Nachteile

Faltboote haben im Vergleich zu steifen Booten den Vorteil, dass sie praktisch in jedem öffentlichen Verkehrsmittel – bei entsprechender Reisevorbereitung auch im Flugzeug – transportiert werden können und so richtiges Wasserwandern erst möglich wird. Das Pendeln zurück zur Einsatzstelle oder der Zwang zu Rundtouren entfallen. Beim PKW-Transport entfällt der Nachteil des hohen Luftwiderstands und Beschädigungsrisikos bei Transport auf einem Dachgepäckträger.

Nachteile sind vor allem höhere Anfälligkeit für Beschädigungen, was die Einsatzmöglichkeiten von Faltbooten beschränkt. So ist Fahren im Wildwasser ohne Gefahr für das Material kaum möglich. Trotzdem verträgt die Bootshaut einfache Grundberührungen, vor allem, wenn die Haut mit Kielstreifen versehen wurde (Verstärkungen der Bootshaut an den Stellen, an denen das Gerüst innen an der Bootshaut anliegt). Speziell auf Großgewässern bringt die mangelnde Abschottung von Faltbooten Risiken mit sich; dieses Problem kann aber durch Schwimmkörper oder eine speziell angepasste Kajaksocke entschärft werden. Die vielen Einzelteile erfordern mehr Wartung und Pflege, lassen sich dafür aber auch bei Bedarf (Abnutzung, Beschädigung) einfach auswechseln, improvisieren oder nachbauen. Neue Faltboote sind wegen ihrer aufwändigen Herstellung meistens teurer als Festboote gleicher Größe.

Herausragende Fahrten

Die bevorzugten Reviere der Faltboote liegen im Binnenland und an den Küsten. Dennoch wurden Faltboote auch für spektakuläre Befahrungen von Meeren verwendet:

etwa 1926 fuhr der spätere Völkerkundler und Reiseschriftsteller Erich Wustmann nach seinem Schulabschluss im Faltboot von Schleswig-Holstein durch das Skagerrak und die norwegische Küste hinauf; er legte viele Landgänge ein und fuhr bis in den nächsten Winter hinein nordwärts (später veröffentlicht als Faltbootfahrt von Fjord zu Fjord).

1928 überquerte Franz Romer den Atlantik in einem 6,40 m langen Faltboot. Er verwendete ein segelbares Boot, um von Lissabon aus in 58 Tagen über den Atlantik zu fahren. Romer war der erste Mensch, der in einem Faltboot den Atlantik lebend überquerte. Nach einem Zwischenstopp in Saint Thomas und San Juan, Puerto Rico, ist er auf dem Weg nach New York verschollen.

Im Jahr 1932 startete der Deutsche Oskar Speck zu einer in der Geschichte wohl einmaligen Reise. Mit seinem Faltboot fuhr er alleine von Ulm aus um die halbe Welt bis Australien. Nach sieben Jahren erreichte er 1939 sein Ziel. Heute findet man sein Boot im Australian National Maritime Museum in Sydney.

Im Jahr 1956 überquerte der deutsche Arzt Dr. Hannes Lindemann in einem Klepper-Faltboot vom Typ Aerius II, welches er auf den Namen „Liberia III“ taufte, in 72 Tagen den Atlantik. Es ist bis heute mit 5,20 m das kleinste Wasserfahrzeug, mit dem jemals ein Mensch den Atlantik lebend überquert hat. Das Boot ist heute im Deutschen Museum ausgestellt.

Harald Fritzsch aus der DDR gelang 1968 zusammen mit seinem Freund eine gewagte Flucht per Faltboot über das Schwarze Meer aus dem damaligen Ostblock in die Türkei.

1982, zu Beginn des Falkland-Krieges, landeten britische Kommandoeinheiten mit Klepper-Faltbooten, die vom argentinischen Radar nicht ortbar waren, auf den Falklandinseln und errichteten den ersten Brückenkopf.

Zu erwähnen ist auch Herbert Rittlinger, der als Reiseschriftsteller und inoffizieller „Faltbootkönig“ viele Bücher zum Thema Faltboot veröffentlichte, unter anderem „Ganz allein zum Amazonas“, „Das baldverlorene Paradies“, „Schwarzes Abenteuer“ oder „Die neue Schule des Kanusports“.

Hersteller

Bergans (Ally Faltkanadier und -kajak, Norwegen)

Boatory (Atlyak Kajaks, China)

Feathercraft Folding Kayaks (Kanada)

FirstLightKayaks (Neuseeland)

Folbot (USA)

Fujita (Japan)

Klepper Faltbootwerft AG (Deutschland)

Long Haul (USA)

Nautiraid (Frankreich)

Neris (Ukraine)

nortik (Deutschland)

Pakboats (USA)

Poucher Boote GmbH (Deutschland)

Seavivor (USA)

Triton (Russland)

Wayland (Polen)

ehemalige Hersteller:

MTW Wismar (DDR)

Granata (Großbritannien)

Hammer (Deutschland)

Kette (Deutschland)

LFB Stern (DDR)

Metzeler (Deutschland)

PAX Sonneberg (DDR)

Pionier (Deutschland)

Tyne (Großbritannien)

(Aus wikipedia).

 

Das Befahren eines Gewässers mit einem Kanu bezeichnet man als Kanuwandern oder Wanderpaddeln bzw. Wasserwandern. Analog zum Trekking werden längere Gepäckfahrten ohne Begleitfahrzeuge auch als Kanu-Trekking bezeichnet. Beim Kanuwandern wird hauptsächlich auf ruhigen Gewässern gefahren, wodurch diese Kanusportart besonders bei Familien, Naturbegeisterten und auch Anfängern sehr beliebt ist. Es schließt aber auch neben dem ruhigen Paddeln auf Klein- und Großflüssen, Binnenseen, und leichtes Wildwasserfahren nicht aus. Mehr als 90 % der Kanutouristik besteht aus Kanuwandern. Fahrten auf dem Meer entlang von Küsten werden als Küstenkanuwandern bezeichnet und erfordern eine speziellere Ausrüstung. Ebenso kann man auch beim Wildwasserpaddeln mit kleinem Gepäck wandern. Sie spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Das Kanuwandern kann mit besonders dafür geeigneten Kajaks oder Kanadiern erfolgen. Diese Boote sind oft dafür konzipiert neben dem Paddler auch Gepäck aufzunehmen. Wanderboote gibt es in verschiedenen Größen, die für eine oder mehrere Personen geeignet sind.

Die befahrbaren Gewässer sind in Flussführern ausführlich beschrieben. Hier sind Informationen zu Gefahrenstellen (z.B. Wehren), Schleusen, Hindernissen, Gewässersperrungen und Naturschutzgebieten nachzulesen. An manchen flachen Stellen muss man Treideln und an unbefahrbaren Stellen Umtragen. Vorschriften sind zu beachten beim Befahren der Bundeswasserstraßen: Die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung bzw. Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung oder spezielle Regelungen bei Rhein, Mosel, Donau oder Hamburger Hafen. Elektronische Information zu den Wasserstraßen findet man unter ELWIS.

"Kanuwandern ist eine der beliebtesten wassertouristischen Aktivitäten auf deutschen Gewässern", stellt die Grundlagenuntersuchung Wassertourismus in Deutschland fest (DTV, 2003). Zwischen 1,2 bis 1,4 Millionen Kanuten fahren jährlich auf den 37.000 km für Kanus geeigneten Gewässern. Wurden 1980 erst 40 Befahrungsregelungen gezählt, so waren es 1995 schon 240, und 2003 bundesweit über 600 Befahrungsregelungen. 26.700 dieser Kilometer sind nur von Kanuten befahrbar, von den 17.000 Kilometern ganzjährig befahrbarer Gewässer sind es nur 6.300 Kilometer, von denen 20 % reglementiert sind.

Ausrüstung

Besitzt man kein eigenes Boot, hat man inzwischen an vielen Orten die Möglichkeit, Kanus auszuleihen. Diese Kanuverleiher bieten neben der benötigten Ausrüstung (Boot, Paddel, ggf. auch Schwimmweste und wasserdichte Behälter oder Kleidungssäcke) meistens auch einen Fahrdienst an, bei dem der Kanute zum Startpunkt gebracht oder vom Ziel abgeholt wird. Auch Informationen zur geplanten Fahrstrecke werden vom Bootsverleih gegeben.

Für Mitglieder von Kanuvereinen besteht fast immer die Möglichkeit Vereinsboote zu nutzen, wobei diese Boote nur selten an Nichtmitglieder verliehen werden.

Übernachtung

Das freie Kampieren ist inzwischen in den meisten Bundesländern untersagt. Ansonsten ist eine Genehmigung des Grundstücksinhaber einzuholen (was selten möglich ist). In allen Fällen verboten ist das Entzünden eines offenen Feuers. Daher sollte man sich im Vorfeld einer Tour über Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Häufig kann an Kanuvereinen gezeltet oder im Bootshaus übernachtet werden. Besonders geeignet sind die DKV-Kanustationen, die bestimmten Kriterien genügen müssen. Bei allen Vereinen sollte man sich stets vorher anmelden, da viele Bootshäuser nur zeitweise geöffnet sind.

Oft gibt es auch öffentliche Campingplätze in Gewässernähe. Daneben gibt es an vielen Binnengewässern als Wasserwanderrastplatz vorgesehene Anlegemöglichkeiten. Dort ist es möglich, maximal eine Nacht zu Rasten und zu Übernachten.

Naturschutz

Bei allen Fahrten verdient der Naturschutz eine besondere Beachtung durch den Kanusportler. Bei den in Kanuvereinen organisierten Paddlern gibt es einen Ehrenkodex, der den besonders rücksichtsvollen Umgang mit der Natur zum Ziel hat. Nutzer von Privat- oder Leihbooten, die ein Gewässer nur einmalig befahren wollen, gehen manchmal nicht ganz so rücksichtsvoll vor. Die Mitnahme aller mitgebrachten Gegenstände und die Beachtung von Anlegeverboten in Naturschutzgebieten sollte von allen Kanuten beachtet werden.

Wanderfahrerabzeichen

Beim Kanuwandern gibt es für Mitglieder des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) die Möglichkeit, Leistungsabzeichen zu erpaddeln. Dieses Wanderfahrerabzeichen wird für eine zurückgelegte Kilometerzahl, die nach Alter und Geschlecht der Sportler unterschiedlich festgelegt ist, verliehen. Voraussetzung ist für manche Abzeichen die Teilnahme an besonderen Lehrgängen im Sicherheits- oder Umweltschutzbereich. Neben diesem offiziellen Abzeichen des DKV gibt es für einzelne Flüsse Leistungsabzeichen, für deren Erlangung nicht immer eine Mitgliedschaft in einem Verband erforderlich ist.

Organisation

Viele Kanuwandersportler sind in einem der 1300 im Deutschen Kanu-Verband zusammengeschlossenen Kanuvereine organisiert. Die Vereine verfügen meist über eigene Bootshäuser, in denen Boote gelagert werden können, und führen gemeinsame Fahrten durch.

Neben den vom Sportler auf eigene Faust durchgeführte Fahrten gibt es organisierte Wanderfahrten von Vereinen und Verbänden. Diese Fahrten werden in Fahrtenprogrammen veröffentlicht. Das bekannteste ist das Sportprogramm des Deutschen Kanu-Verbandes, das jährlich bundesweit rund 1500 Termine umfasst.

Die wohl größte organisierte Wanderfahrt ist die TID (Tour International Danubien), die auf der Donau in 52 Tagesetappen von Ingolstadt nach Silistra führt. Bei der jährlich stattfindenden Fahrt durch sechs Länder werden 2080 Kilometer zurückgelegt. Die meisten Teilnehmer fahren hierbei einige Tagesetappen mit; nur wenige schaffen – auch wegen des zeitlichen Aufwandes – die gesamte Strecke innerhalb einer Veranstaltung.

(Aus wikipedia).